Pädagogischer Tag 2007
 
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Der Pädagogische Tag zum Thema Elternarbeit am 3.9.2007

"Von nichts kommt nichts" oder "Da cosa nasce cosa"?

 

 

Selbstredend leisten Eltern zum Gelingen der schulischen Lernprozesse ihrer Kinder – das heißt unserer Schüler – einen wichtigen Beitrag. Die Entscheidung, das eigene Kind an eine Privatschule wie die DS Genua zu schicken, ist in der Regel mit entsprechenden Erwartungen verknüpft, die an die Lehrer dieser Schule herangetragen werden. Umso wichtiger ist für alle Beteiligten eine konstruktive Kommunikation. Der pädagogische Tag sollte sich – auf ausdrücklichen Wunsch des Kollegiums – diesem wichtigen Thema widmen.Glücklicherweise stellte sich ein Fachmann für das Leitreferat zur Verfügung, der in mehrfacher Hinsicht Kompetenz zeigte: Dr. Bernd Bocian (Bild links) besitzt nicht nur einen großen Erfahrungsschatz aus seiner Arbeit als

Sozialpädagoge und Konfliktmoderator, sondern er ist auch Vater einer Tochter an der DS Genua – und er ist selbst ein Grenzgänger zwischen der italienischen und der deutschen Kultur und Mentalität und weiß somit um das potentielle Spannungsfeld unterschiedlicher Erwartungen und Wahrnehmungen. „Die Qualität der Beziehungsarbeit in einer Schule trägt wesentlich zu ihrer Qualität insgesamt bei.“ Die Kommunikation zwischen Lehrern und Eltern kann durch unterschiedliche Störfaktoren erschwert sein, die teilweise auf einen unterschiedlichen kulturellen Hintergrund zurückzuführen sind. „Deutsche legen häufig großen Wert auf die Verbindlichkeit des Schriftlichen, unter Italienern besitzt die verbale Kommunikation tendenziell einen höheren Stellenwert. Einmal vereinbarte Ziele können sich im Gespräch verändern – das ist für deutsche Lehrer eher ungewohnt.“
Dr. Bocian beließ es nicht bei einer Analyse des Ist-Zustandes, sondern er vermittelte seinen Zuhörern eine Menge guter Tipps und Anregungen – vor allem zum Umgang mit Kritik. „Nehmen Sie Kritik nicht gleich persönlich, denn manchmal ist Kritik der Ausdruck tiefer liegender Sorgen und Ängste, die es im Gespräch herauszufinden gilt“. Dieses aktive Zuhören sei Teil einer gelungenen Kommunikation. „Das können wir alle lernen“. Dr. Bocian empfahl in diesem Zusammenhang gezielte Fortbildung im Rahmen der Schulentwicklung. Am Ende des Vortrags, in dem es auch um die psychische Besonderheit der Lebenssituation von Migranten ging, gab es anhaltenden Applaus. „Sie haben uns mit vielen Punkten aus der Seele gesprochen – und die Augen geöffnet“, resümierte die Fortbildungsbeauftragte Sonja Schmiel (Bild oben).
10.09.2007

 

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