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Selbstredend leisten Eltern
zum Gelingen der schulischen Lernprozesse ihrer Kinder
– das heißt unserer Schüler –
einen wichtigen Beitrag. Die Entscheidung, das eigene
Kind an eine Privatschule wie die DS Genua zu schicken,
ist in der Regel mit entsprechenden Erwartungen verknüpft,
die an die Lehrer dieser Schule herangetragen werden.
Umso wichtiger ist für alle Beteiligten eine konstruktive
Kommunikation. Der pädagogische Tag sollte sich
– auf ausdrücklichen Wunsch des Kollegiums
– diesem wichtigen Thema widmen.Glücklicherweise
stellte sich ein Fachmann für das Leitreferat zur
Verfügung, der in mehrfacher Hinsicht Kompetenz
zeigte: Dr. Bernd Bocian (Bild
links) besitzt nicht nur einen großen Erfahrungsschatz
aus seiner Arbeit als
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Sozialpädagoge und Konfliktmoderator, sondern er
ist auch Vater einer Tochter an der DS Genua –
und er ist selbst ein Grenzgänger zwischen der
italienischen und der deutschen Kultur und Mentalität
und weiß somit um das potentielle Spannungsfeld
unterschiedlicher Erwartungen und Wahrnehmungen. „Die
Qualität der Beziehungsarbeit in einer Schule trägt
wesentlich zu ihrer Qualität insgesamt bei.“
Die Kommunikation zwischen Lehrern und Eltern kann durch
unterschiedliche Störfaktoren erschwert sein, die
teilweise auf einen unterschiedlichen kulturellen Hintergrund
zurückzuführen sind. „Deutsche legen
häufig großen Wert auf die Verbindlichkeit
des Schriftlichen, unter Italienern besitzt die verbale
Kommunikation tendenziell einen höheren Stellenwert.
Einmal vereinbarte Ziele können sich im Gespräch
verändern – das ist für deutsche Lehrer
eher ungewohnt.“
Dr. Bocian beließ es nicht bei einer Analyse des
Ist-Zustandes, sondern er vermittelte seinen Zuhörern
eine Menge guter Tipps und Anregungen – vor allem
zum Umgang mit Kritik. „Nehmen Sie Kritik nicht
gleich persönlich, denn manchmal ist Kritik der
Ausdruck tiefer liegender Sorgen und Ängste, die
es im Gespräch herauszufinden gilt“. Dieses
aktive Zuhören sei Teil einer gelungenen Kommunikation.
„Das können wir alle lernen“. Dr. Bocian
empfahl in diesem Zusammenhang gezielte Fortbildung
im Rahmen der Schulentwicklung. Am Ende des Vortrags,
in dem es auch um die psychische Besonderheit der Lebenssituation
von Migranten ging, gab es anhaltenden Applaus. „Sie
haben uns mit vielen Punkten aus der Seele gesprochen
– und die Augen geöffnet“, resümierte
die Fortbildungsbeauftragte Sonja Schmiel (Bild oben).
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