| Vorbereitung
auf das Leben nach der Schule: Deutsche Berufsberaterin
gibt wegweisende Tipps |
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Sofia Tornikidou ist als
EURES Adviser bei der Bundesagentur für Arbeit
tätig. In dieser Woche hat sie sich auf den langen
Weg von Nürnberg nach Genua gemacht, um den Schülern
der 12. und 13. Klassen den Service der Euroguidance
anzubieten. Das Angebot wurde in der DS Genua gern angenommen.
"Bei den Schülern, die sich in Richtung Europa
orientieren, ist Deutschland erste Wahl." Dabei
wüssten die meisten schon ziemlich genau was sie
wollen. "Ich habe hier energische und selbstbewusste
junge Leute kennengelernt. |
Bei der Auswahl der richtigen Universität
wird vor allem auf die Qualität der Lehre und
die Reputation des Standorts Wert
gelegt". An dieser Stelle war eine kompetente
Empfehlung gefragt. "In einigen Fällen wird
das Interesse für bestimmte Studiengänge
aber auch durch familiäre Vorbilder geprägt".
Sonja Schmiel, die in der DS Genua für Berufsberatung
zuständig ist, ist über die Unterstützung
aus Nürnberg dankbar. "Das Angebot der Berufsberatung
für die Klassen 11-13 ist auch in diesem Jahr
wieder auf großes Interesse gestoßen.
Die Evaluation dieser Berufs- und Studienorientierung
hat interessante Ergebnisse gebracht: Die meisten
Schüler der Klassen 11-13 haben bereits genaue
Vorstellungen über ihre Berufswahl, nur wenige
sind noch ganz unentschlossen. Das Spektrum der Berufswünsche
reicht vom medizinischen über naturwissenschaftlichen
zum sprachlichen und künstlerischen Bereich hinein:
vom Arzt über den Wirtschaftswissenschaftler
bis hin zum Hotelmanager, Schauspieler und Lehrer
ist alles vertreten. Doch nicht nur dies: Auch die
Wahl des Studienortes ist interessant: Für zahlreiche
Schüler der DSG kommt ein Studium in Deutschland
bzw. Österreich durchaus in Frage, auch Großbritannien
und die USA werden - neben Italien natürlich
- in Betracht gezogen (Mehrfachnennungen waren möglich).
Wir alle sind also schon sehr gespannt, welche Wege
unsere Schüler nach dem Abitur tatsächlich
einschlagen werden," sagt Sonja Schmiel, die
in der DS Genua für Berufsberatung zusändig
ist.
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Berufsberatung
und Betriebspraktikum
| Was macht eine gute Schule
aus? Natürlich zuerst der Unterricht, der bis zum
Abitur führt. Doch auch darüber hinaus sollte
die Schule helfen, „das Leben danach“ zu planen.
(Obgleich es ein schönes Zeichen ist, wenn die Schüler
sich in der DSG so wohl fühlen, dass niemandem der
Gedanke an das Berufsleben kommt!). So haben wir an unserer
Schule eine Berufsberatung und –findung in drei
Phasen eingeführt. Dies soll im Folgenden kurz vorgestellt
werden. |
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1) Schüler der Klasse 11
Zu Beginn des Schuljahres erhält die Klasse Besuch von
ihrem persönlichen Berufsberater aus Nürnberg, der
in der Funktion des EURES Advisers die deutschen Schulen im
Ausland betreut. Er erläutert Berufsfelder und Ausbildungswege
(Studium, Betriebliche Ausbildung, Jobs und Praktika) in Deutschland,
aber auch in ganz Europa. Schließlich führt in
Einzelgesprächen einen Berufsfindungstest für Unentschlossene
durch. Nun haben die Schüler ein Jahr Zeit, denn in der
12. Klasse kommt der Berufsberater wieder und erläutert
entsprechend genauer die verschiedenen Studiengänge,
ihre Abschlüsse etc. In dieser Phase können die
Schüler detaillierter über ihren Berufswunsch nachdenken
und sich auch auf der im November stattfindenen Messe Orientamenti
informieren, die von den Fakultäten der Universität
Genua in Zusammenarbeit mit der Camera del Commercio organisiert
wird.
2) Schüler der Klasse 12
Die Schüler haben sich nun bereits zwei Mal durch den
EURES Adviser beraten lassen. Sie erhalten die Möglichkeit,
in der letzten Woche des Schuljahrs (und länger, wenn
gewünscht) ein Betriebspraktikum in einer Einrichtung
in Genua oder im europäischen Ausland zu absolvieren.
Die Schule ist dabei behilflich, jedem Schüler einen
Platz zu vermitteln, der seinem Berufswunsch möglichst
nahe kommt. Glücklicherweise konnten wir in der Vergangenheit
auch auf Angebote berufstätiger Eltern zurückgreifen.
Die Erfahrungen des Praktikums werden in einer Mappe dokumentiert,
die in die Deutschnote 13/1 eingeht. Außerdem sollen
die Schüler ihre persönlichen Erfahrungen vor größerem
Publikum präsentieren. Dies geschieht in Klasse 13.

3) Schüler der
Klasse 13
Das Schuljahr beginnt mit der Abgabe der Praktikumsmappe;
ca. zwei Wochen nach Schulbeginn findet dann die Präsentation
jedes Praktikums vor ausgewählten Lehrern und den Schülern
der Klasse 12 statt. Auf diese Weise festigt der Abschlussjahrgang
seine Kenntnisse und Fertigkeiten der mündlichen Präsentation,
wohingegen die Schüler der 12. Klasse einen Einblick
in die verschiedenen Praktikumsplätze und –erfahrungen
erhalten. Auch die Note der Präsentation geht in die
Deutschnote mit ein.
Ebenfalls zu Beginn des Schuljahres gibt es die dritte Chance,
sich vom EURES Adviser hinsichtlich des eigenen Berufswunsches
beraten zu lassen. Besonders wichtig sind hier die Hinweise
auf Bewerbungsfristen (s. ZVS-Vermittlung). Unser Studienberater
gibt auch gerne seine e-mail-Adresse weiter, sodass die Schüler
im Laufe des Jahres immer wieder mit ihm in Kontakt treten
und ihre Fragen stellen können. Zusätzlich werden
alle Materialien und Informationen der Arbeitsämter in
der Bibliothek gesammelt und Aktuelles an der Pinnwand Orientamento
professionale (3. Stock) ausgehängt. Die Messe Orienta-menti
und die Vorstellung von Universitäten in der Schule (so
z.B. der Università di Bolzano) unterstützen das
Informationsangebot.
Natürlich können wir nicht versprechen,
dass jeder unserer Schüler bei Erhalt des Abiturzeugnisses
genau weiß, welchen Beruf er ergreifen will. Doch wir
hoffen, uf diese Weise ab Klasse 11 einen Stein ins Rollen
zu bringen, sodass jeder sich frühzeitig Gedanken über
seine Zeit nach der DSG macht. Doch keine Angst! Auch für
die Spätentschlossenen gibt es Beratung beim EURES Adviser:
Wer nicht sofort ein Studium beginnen will, hat viele Möglichkeiten,
mehrere Monate sinnvoll zu überbrücken. Wie wäre
es z.B. mit einem freiwilligen sozialen Jahr in Deutschland?
Oder einem Praktikum in Frankreich? Es gibt viele Angebote...man
muss sie nur kennen!
Viel Glück bei der Berufsfindung wünscht
Sonja Schmiel
(verantwortliche Lehrerin für die Berufsberatung
und Praktikumsorganisation an der DSG)
Überblick
über die Berufswünsche der Klassen 11-13 (Schuljahr 2005/06)
(Excel-Datei, 260 KB)
Fotos vom Tag der offenen Tür:
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