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Die Grundschule

Die Grundschule umfasst wie in Deutschland 4 Schuljahre. Ab Klasse 1 werden außer dem Fach Deutsch, folgende Fächer in Deutsch unterrichtet:

  • Mathematik
  • Sachkunde
  • Sport
  • Musik
  • Kunst
Stundenzahl pro Woche:

Deutsche Lehrkraft Italienische Lehrkraft
Klasse 1: 20 std. Klasse 1: 5 std.
Klasse 2: 21 std. Klasse 2: 7 std.
Klasse 3: 21 std. Klasse 3: 7 std.
Klasse 4: 21 std. Klasse 4: 7 std.
  + 1 Std. Religion pro Klasse


Prinzipien unserer Arbeit in der Grundschule:

  • Mehrdimensionales Lernen: ganzheitliches Lernen - spielerisches Lernen - Lernen mit allen Sinnen
  • Fächerübergreifender Unterricht
  • Handlungsorientierung
  • Möglichst große Anschaulichkeit
  • Innere und äußere Differenzierung

Deutschlernen .... aber wie?

  • Spiele zur Unterstützung des Spracherwerbs
  • Rollenspiele - Dialoge
  • Geschichten und Bücher
  • Gedichte, Reime und Lieder
  •  

Alphabetisierung in zwei Sprachen: Was heißt das?

Seit 7 Jahren alphabetisieren wir an der Deutschen Schule Genua koordiniert. Aber was bedeutet dies? Die Lernprozesse beim Sprach- und Schriftspracherwerb in zwei Sprachen kann man nicht teilen, d.h. die Kinder können zum Teil die Lernprozesse in der einen Sprache auf die andere Sprache übertragen, dabei handelt es sich größtenteils um einen positiven Transfer. Wenn die Alphabetisierung nicht koordiniert abläuft, kann es natürlich auch zu einem negativen Transfer kommen. Ein Beispiel: Die Deutschlehrerin und die Italienischlehrerin führen gleichzeitig den Laut /sch/ ein. Im Deutschen schreiben wir „sch“ im Italienischen „sce“ oder „sci“ die Kinder werden dann eventuell Interferenzfehler begehen und ihre Rechtschreibleistungen in der Zukunft werden dadurch beeinträchtigt. Aus diesem Grund arbeiten wir auch mit dem italienischen Lehrbuch „il faro“, diesem Buch liegt ein Sprachvergleich der deutschen und italienischen Sprache zugrunde. Das Herzstück des Buches sind die 3 Leuchttürme, deren Laute immer durch Bilder repräsentiert werden, die in beiden Sprachen gleich sind. Ein Beispiel: der Laut „l“ wird durch das Bild Löwe/Leone repräsentiert, bei allen gleichen Lauten wird dieses Prinzip durchgehalten.

1. Wir beginnen deshalb mit Buchstaben, die in beiden Sprachen den gleichen oder ähnlichen Lautwert haben z. B die Vokale oder Konsonanten b, d, f, l, m, n, p.
2. Erst dann werden Buchstaben bzw. Buchstabenkombinationen eingeführt, die gleich geschrieben aber unterschiedlich ausgesprochen werden z.B. <ch> oder <v>.
3. Zur dritten Gruppen gehören dann Laute, die zwar gleich gesprochen werden, aber unterschiedlich geschrieben werden z.B. /k/ ital. C oder ch und im Deutschen meist <k>. Ganz am Ende dann werden die Laute behandelt, die es nur im Deutschen oder Italienischen gibt.

Der Anstoß zu dieser Arbeit kam von der Deutschen Schule Genua. Wir haben als erstes dieses Thema in die Praxis umgesetzt. Auch die Schulen in Rom und Mailand arbeiten nach diesem Prinzip. Dieses Verfahren wird ständig verbessert und wir sind gerade dabei mit dem Autor des Buches „il faro“ an einem Projekt teilzunehmen, das zum Ziel hat, eine Anlauttabelle zu erstellen, die auch, die für uns 3. Sprache Englisch, berücksichtigt.

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